Beitragsbild mit Kalendersymbol und der Aufschrift „Pause zwischen Videoterminen“.

Ein Videotermin endet, der nächste beginnt – und gedanklich bist du noch beim letzten Gespräch. Wenn du Übungen zum Stressabbauen zwischen Videoterminen suchst, brauchst du dafür keine aufwendige Routine. Schon eine kurze Unterbrechung kann dir Gelegenheit geben, wahrzunehmen, wie es dir gerade geht. Ob sie sich hilfreich anfühlt, ist individuell.

Hier erfährst du, welche freiwilligen Übungen du ausprobieren kannst, warum eine Pause allein nicht jede Arbeitsbelastung löst und wann Unterstützung sinnvoll ist.

Warum Videotermine im Alltag Druck machen können

Alltagsstress entsteht nicht nur durch einzelne schwierige Termine. Auch ein voller Kalender, offene Aufgaben und der schnelle Wechsel zwischen Gesprächen können Druck erzeugen. Vielleicht bemerkst du erst nach mehreren Meetings, dass du durstig bist oder eine Pause brauchst. Mehr darüber, wie sich Belastung zeigen kann, liest du im Ratgeber zu Stress-Symptomen im Körper.

Eine Übung muss diesen Druck nicht sofort auflösen. Sie kann ein Anlass sein, kurz innezuhalten. Einen breiteren Überblick über den Umgang mit Belastung findest du unter Stress im Alltag.

Stress abbauen: Übungen zwischen Videoterminen

Wähle höchstens eine Übung aus, für die gerade Raum ist. Du kannst die Augen offen lassen, sitzen bleiben oder aufstehen. Wenn sich etwas unangenehm anfühlt, hör auf; du musst die Übung nicht zu Ende bringen.

Drei optionale Übungen zwischen Videoterminen: Dinge im Raum benennen, Bodenkontakt wahrnehmen oder den nächsten Schritt notieren.
Du kannst eine dieser Übungen freiwillig ausprobieren und jederzeit aufhören, wenn sie sich unangenehm anfühlt.
  • Im Raum orientieren. Schau dich um und benenne für dich drei Dinge, die du sehen kannst – zum Beispiel einen Gegenstand auf dem Schreibtisch, eine Farbe und den Blick aus dem Fenster. Du musst dabei nichts Bestimmtes empfinden.
  • Kontakt zum Boden bemerken. Wenn du sitzt, nimm wahr, wo deine Füße den Boden berühren. Wenn du stehst, spüre, wie du stehst. Kehre danach zu deiner nächsten Aufgabe zurück.
  • Den Übergang markieren. Schließe das Meetingfenster, lege beide Hände kurz auf den Tisch und frage dich: „Was ist jetzt mein nächster Schritt?“ Notiere ihn bei Bedarf in wenigen Worten.

Wenn du weitere Möglichkeiten für den Alltag suchst, findest du im Artikel Stress abbauen ergänzende Anregungen.

Eine Pause zwischen Meetings ermöglichen

Manchmal ist nicht die passende Übung das Problem, sondern ein Kalender ohne Lücke. Schau, ob du zwischen zwei Terminen Zeit zum Aufstehen, Trinken oder Sortieren deiner Notizen lassen kannst. Wenn du die Termine nicht selbst festlegst, kannst du ansprechen, welche Übergangszeit du für deine Arbeit brauchst.

Gerade im Homeoffice verschwimmen Pausen und Erreichbarkeit leicht. Der Ratgeber Grenzen setzen im Homeoffice hilft dir, solche Absprachen genauer zu betrachten.

Wenn du merkst, dass Pausen allein nicht ausreichen, kann psychologische Beratung durch Psycholog:innen eine Möglichkeit sein, deine Situation zu sortieren. Du kannst zunächst unverbindlich über ein Kennenlerngespräch sprechen. Kostenloses Erstgespräch anfragen →

Die Arbeitsbelastung mitverändern

Kurze Übungen können dich im Arbeitstag begleiten, aber sie ersetzen keine Veränderung an einer dauerhaft zu hohen Belastung. Frage dich: Welche Termine brauchen wirklich deine Teilnahme? Wo würde eine klare Priorität helfen? Und mit wem kannst du besprechen, wenn Aufgaben und verfügbare Zeit nicht zusammenpassen?

Wenn der Arbeitstag gedanklich bis in den Abend reicht, findest du im Artikel nach der Arbeit nicht abschalten können weitere Überlegungen. Informationen dazu, wie psychologische Beratung abläuft, findest du auf der Angebotsseite.

Wann du Unterstützung holen solltest

Wenn Beschwerden anhalten, stark sind oder deinen Alltag deutlich beeinträchtigen, lass sie ärztlich oder psychotherapeutisch abklären, statt dich allein auf Übungen zu verlassen. Psychologische Beratung durch Psycholog:innen kann beim Sortieren von Arbeits- und Alltagsbelastungen unterstützen; sie ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Abklärung oder Behandlung.

MyRemoteBalance ist kein Notfalldienst. Im Notfall wähle 112. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichst du unter 116117, die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111. Weitere Anlaufstellen findest du auf der Seite Soforthilfe.

Quellen

Du möchtest deine Arbeitsbelastung mit einer Psycholog:in besprechen? Frage ein kostenloses Kennenlerngespräch an. Kostenloses Erstgespräch anfragen →

Häufige Fragen

Du kannst kurz aus dem Meetingfenster wechseln und einen Gegenstand im Raum bewusst wahrnehmen. Auch das ist freiwillig: Wenn es sich unangenehm anfühlt, hör auf.

Ich habe zu lange gewartet, bis ich mir Hilfe geholt habe. Du musst das nicht.

Mohamed HawassMohamed Hawass · Co-Founder, My Remote Balance

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